Seelsorgeeinheit „Unterm Staufen“

Mit dem bischöflichen Dekret vom 19. Januar 2001 bilden die Kirchengemeinden Mariä Himmelfahrt, Rechberghausen und St. Johannes Evangelist, Wäschenbeuren, eine Seelsorgeeinheit.

Die Seelsorgeeinheit als Kooperationsverbund dient der Wahrnehmung der Aufgaben, die den gemeinsamen Lebensraum betreffen bzw. der Aufgaben, die gemeinsam besser erfüllt werden können.

Diese Seelsorgeeinheit entwickelte sich immer mehr zu einer Größe, die in der Öffentlichkeit als solche wahrgenommen wird.

Der Name „Unterm Staufen“ verbindet alle in der Seelsorgeeinheit, denn „Egal aus welcher Richtung aus man zu uns kommt, sobald man den Hohenstaufen sieht, weiß man, dass man bald zu Hause ist.“

Immer wieder gab es gemeinsame Veranstaltungen sowie Seelsorgeeinheits-Festtage, zu denen alle eingeladen wurden, miteinander zu beten, zu feiern, einander zu begegnen.

Die Kirchengemeinderäte haben schon einige Zusammenkünfte gehabt.

Mit Pfarrer Fiderer in Wäschenbeuren und Pfarrer Krist in Rechberghausen wurden die Kooperationsverträge abgeschlossen. 2006 wurde Pfarrer Schmid für die ganze Seelsorgeeinheit als leitender Pfarrer eingesetzt. Die Investitur wurde in Rechberghausen, dem Dienstsitz des leitenden Pfarrers, mit allen gefeiert.

Die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in allen sieben Ortschaften im Einsatz. Dazu gehören Adelberg, Birenbach, Börtlingen, Maitis, Rechberghausen, Wäschenbeuren und Wangen.

Die Größenordnung dieser Seelsorgeeinheit wird mit ein paar Zahlen etwas fassbarer:

Insgesamt 7207 Katholiken in sieben Gottesdienstorten mit fünf katholischen und zwei evangelischen Kirchen. Pro Jahr werden etwa 70 Kinder und Erwachsene getauft, ungefähr 100 Kinder gehen zur Erstkommunion, 60 Jugendliche werden gefirmt. Es finden ca. 30 Trauungen statt, etwa 100 Gemeindemitglieder werden beerdigt.

Darüber hinaus gibt es sehr viele hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Mitarbeiterfesten in Rechberghausen und Wäschenbeuren werden insgesamt 500 Personen eingeladen.

Eine Vielzahl von Gruppierungen ist in den Kirchengemeinden tätig, einige davon arbeiten schon auf der Ebene der Seelsorgeeinheit zusammen.

Unsere Seelsorgeeinheit ist aus der anfänglichen Theorie inzwischen zu einer erfahrbaren Praxis geworden, die immer mehr das „Miteinander“ versucht umzusetzen.

Pfarrer Bernhard Schmid

 

Das Logo will bildlich zum Ausdruck bringen, was es mit unserer Seelsorgeeinheit auf sich hat:

SE_Logo

Zwei grüne Linien skizzieren den Hohenstaufen. Streckenweise bleiben sie jede für sich erkennbar, dann fließen sie zusammen, um sich wieder in mehrere Linien aufzuteilen.

Zwei Kirchengemeinden bleiben für sich bestehen, finden zusammen und leben doch wieder Kirche vor Ort in jedem einzelnen Teilort.

Links unter diesen grünen Linien findet sich ein Kreuz. Ähnlich wie beim Hohenstaufen besteht auch dieses aus mehreren Linien, die zusammenfließen. Das Zusammenkommen der Linien ist hier noch viel deutlicher.

Uns vereint letztendlich keine Seelsorgeeinheit sondern unser gemeinsamer Glaube an Jesus Christus.

Auch wenn unsere Kirchengemeinden in erster Linie aufgrund diözesaner Vorgaben zusammenarbeiten müssen, geht es nicht nur um eine Organisationsform, sondern um ein Miteinander im Glauben. Hier unterm Staufen sind wir Katholische Kirche und sollen gemeinsam auf vielfältige Weise der Welt Zeugnis geben über unseren Glauben an den auferstandenen Herrn Jesus Christus.

Pastoralreferentin Agnes Steinacker

 

Weiter zur Kirchenmusik in der Seelsorgeeinheit Unterm Staufen

 

Eine-Welt-Ausschuss in der Seelsorgeeinheit Unterm Staufen

Rechberghausen mit Adelberg, Börtlingen und Wangen

Wäschenbeuren mit Birenbach und Maitis

 

DIE ARMEN HABT IHR IMMER BEI EUCH

UND IHR KÖNNT IHNEN GUTES TUN,

SO OFT IHR WOLLT…

(Mk 14,7)

„So oft wir wollen…“ Es klingt beinah so, als ob weder Dringlichkeit, noch Notwendigkeit bestünde, gegen die himmelschreiende Armut in unserer Welt etwas zu unternehmen. Die Szene ist nicht einfach zu verstehen: Da liegt Jesus kurz vor seinem Tod im Haus Simons des Aussätzigen zu Tisch. Die Mächtigen hatten gerade beschlossen, Jesus durch eine List in ihre Gewalt bringen zu lassen, um ihn zu töten. Da tritt eine Frau hinzu, zerbricht ein Gefäß mit kostbarem Nardenöl und gießt es über das Haar Jesu. Die Anzahl der Regeln, die hier gebrochen werden, könnte nicht größer sein… Ob das Unverständnis bei jenen größer war, die schon immer wussten, dass Jesus nichts weiter als ein Volksverhetzer war, oder bei jenen, die ihn bis dahin bewundert hatten, vermag niemand zu wissen. Das Öl hätte doch für viel Geld verkauft werden können, und das Geld wiederum hätten die Not manch eines Armen lindern können… Doch Jesus schützt die Frau: Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat im Voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt… Die Armen habt ihr immer bei euch…

So wenig Jesus seinem eigenen Geschick ausweicht, so wenig verschont er uns vor der Realität: Die Armen werden uns bleiben – eine Provokation, der wir nicht entrinnen können!

In jedem Armen begegnet uns Jesus Christus bis heute: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan (Mt 25,45).

Der Eine-Welt-Ausschuss hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer wieder daran zu erinnern, dass es eine unserer dringendsten Aufgaben ist, uns um die Armen und Wehrlosen zu kümmern. Diese Aufgabe ist groß und vielschichtig, doch manchmal können kleine Schritte wesentliche Veränderungen herbeiführen.

 

Projektarbeit:

Wir unterstützen konkrete Projekte in Afrika und Südamerika. Dabei geht es vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe. Wir möchten den Menschen auf Augenhöhe begegnen. Kontakte wollen gepflegt werden. Hier stellen wir Ihnen die Projekte im Einzelnen vor.

 

Weltkirchlicher Friedensdienst:

Immer wieder zieht es Jugendliche aus unseren Kirchengemeinden in die große weite Welt, nicht um Urlaub zu machen, sondern um Menschen in armen Ländern zu begegnen. Ein Jahr lang arbeiten sie in Einrichtungen für Bedürftige, leben in einem Armenviertel und lernen für ihr eigenes Leben.

 

Gottesdienste:

Eine Kirchengemeinde darf nicht nur um sich selbst kreisen: Gottesdienste am Weltmissionssonntag, am Misereorsonntag, am außergewöhnlichen Afrikasonntag oder zu weiteren Anlässen erinnern, dass wir Weltkirche sind. Unsere Brüder und Schwestern in anderen Ländern brauchen unsere Solidarität.

 

Verkauf von Eine-Welt-Waren / Aktion Hoffnung:

Wer Eine-Welt-Waren kauft oder seine Altkleider der Aktion Hoffnung zukommen lässt, leistet jedes Mal einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und Linderung von Not.

 

Informiert sein und Strukturen ändern:

Dass es Armut und Ungerechtigkeit auf unserer Erde gibt, weiß jedes Kind. Was aber sind die Ursachen?  Wie kann strukturell und grundsätzlich etwas verändert werden?  Der Eine-Welt-Ausschuss versucht immer wieder aufzuzeigen, wie kleine Schritte große Veränderungen herbeiführen können. Es macht Sinn, fair gehandelte Produkte einzukaufen, Kleinstkredite zu vergeben oder in Sachen Asylpolitik informiert zu sein.

 

Die großen Hilfsorganisationen:

Adveniat, Caritas international, Misereor, missio, Kindermissionswerk Die Sternsinger und Renovabis sind die großen Hilfswerke der Katholischen Kirche in Deutschland. Ihre Ländereferenten stellen uns ihr Fachwissen zur Verfügung und überprüfen, ob die Projekte sinnvoll sind und effektiv vorangetrieben werden. Wir wiederum unterstützen die Kampagnen dieser Hilfsorganisationen.

 

Viele kleine Leute

an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Schritte gehen,

können das Gesicht der Welt verändern.

(Afrikanisches Sprichwort)