Neue Orgel in Wangen

 

 

Die Orgel für Wangen

Unsere Kirche erstrahlt in frischem Glanz und lässt sich auch wieder (trocken) nutzen – und auch von unserer Orgel lässt sich Erfreuliches berichten:

Das Projekt „Slater-Orgel für Wangen“ wurde von Rottenburg genehmigt! Momentan warten wir noch auf ein weiteres Angebot eines Orgelbauers. Der Kirchengemeinderat wird unter den vorliegenden Angeboten auswählen und den Auftrag erteilen. Dann wissen wir auch, welche Summe noch durch Spenden aufgebracht werden muss, vermutlich werden wir dann „Pfeifenpatenschaften“ anbieten, damit jeder Spender weiß, für welche Pfeife(n) konkret seine Gabe verwendet wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden!



Orgel in Wangen (1): Wir haben ein Problem

Die elektronische Orgel in unserer Kirche kommt hörbar an ihr Ende. Dabei hatten wir außergewöhnliches Glück mit diesem Instrument, denn seine durchschnittliche Lebensdauer hat es schon längst überschritten. Wir werden also – unter Umständen schon sehr bald – ein neues Instrument für unsere Gottesdienste brauchen. Die Vorgaben der Diözese sind hier eindeutig: Elektronische Geräte sind durch eine „richtige“ Orgel mit Pfeifen zu ersetzen. Eigentlich sehr begrüßenswert, denn vielen Gemeindemitgliedern fällt schon lange auf, dass ihnen das Singen in Wangen merkwürdig schwer fällt – eine natürlich Folge des sehr obertönigen und schrillen elektronischen Klanges, der keine tragenden Grundtöne enthält. Selbst professionellen Sängern fällt es schwer, von einer Elektronenorgel auch nur den richtigen Ton abzunehmen. Und wer würde bestreiten, dass einer kleinen aber lebendigen Gemeinde mit hohem Gottesdienstbesuch nach 50 Jahren ein Instrument zusteht, das der Würde des Gottesdienstes angemessen ist?!?

Leider kann man eine Orgel nicht einfach kaufen; ein gutes Instrument muss extra für den jeweiligen Kirchenraum entworfen und gebaut werden – und daher würde eine Orgel für eine Kirche wie unsere ungefähr 300.000 EUR kosten – da schluckt schon jeder und fragt sich „Muss das denn so teuer sein?“ – Muss es nicht unbedingt...

Orgel in Wangen (2): Eine elegante Lösung zeichnet sich ab

Erinnern wir uns: Die elektronische Orgel in unserer Kirche kann jeden Sonntag den Geist aufgeben – und ein neues Instrument würde mindestens 300.000 EUR kosten – eine indiskutable Summe. Wenn man heutzutage eine Orgel braucht, muss man aber nicht unbedingt eine solche neu bauen! Viele Kirchen werden geschlossen – und in all diesen Kirchen stand bzw. steht noch eine Orgel. Daher hat sich in den letzten Jahren ein regelrechter „Gebrauchtorgelmarkt“ entwickelt, d. h., dass Orgeln, die viele Jahre ihren Dienst taten, zu einem Bruchteil ihres Neuwertes zum Verkauf stehen. Es liegt also nahe, auf diesem Markt nach einem für unsere Zwecke geeigneten Instrument Ausschau zu halten. (Gar nicht so einfach, es gibt auch viele scheinbar billige Lösungen!) „Unsere Zwecke“ heißt: Wir brauchen kein Konzertinstrument, sondern eine Orgel, die in erster Linie den Gesang der Gemeinde unterstützt und trägt. Also keine schrillen Obertöne produziert wie ein elektronisches Instrument, sondern einen grundtönigen und fülligen und daher tragenden Klang entwickelt. Diese Eigenschaften haben vor allem Orgeln aus der Zeit der Romantik. Besonders elegant klingen dabei Instrumente aus dem englischsprachigen Raum. Wir begaben uns also auf die Suche (Internet macht's möglich) und fanden einen Instrumentenhändler in Wuppertal, der mehrere (!) derartige Orgeln anbietet. Man kann aber keine Orgel aus der Ferne beurteilen (auch nicht per Internet), also machten wir uns im Herbst auf nach Wuppertal, um diese Orgeln in Augen- und Ohrenschein zu nehmen... 

Orgel in Wangen (3): Bekanntschaft mit einer englischen Lady

Das vorhandene elektronische Instrument in der Kirche in Wangen ist in die Jahre gekommen und kann jederzeit den Dienst quittieren, und ein Orgelneubau kommt nicht in Frage. Man muss also nach einer gebrauchten Orgel Ausschau halten.

Wenn man eine schöne, passende und bezahlbare gebrauchte Orgel sucht, muss man sich auf Reisen begeben – z. B. nach Wuppertal zu einem Instrumentenhändler, der in einer ehemaligen evangelischen Kirche ca. 15 gebrauchte Orgeln anbietet. Via Internet war bereits klar geworden, dass davon nur drei Instrumente in die engere Wahl kämen (v. a. in Bezug auf die Höhe). Diese mussten also gespielt, gehört und beurteilt werden. Das erste war eine Orgel aus den siebziger Jahren, sehr typisch in Aussehen und klanglichem Aufbau – aber deprimierend enttäuschend im Klang – also lieber Finger weg!

Das zweite Instrument war eine echte englisch-romantische Orgel: Und – sie klang so, wie uns das für unsere Kirche und unsere Bedürfnisse vorschwebte: Sehr füllige und tragende Grundstimmen, ein vornehmer und niemals aufdringlicher Klang – diese Orgel schien es zu werden! Das dritte Instrument, das äußerlich eher klein und bescheiden daherkam, wurde zunächst nur noch pro forma angespielt – und da gingen bei den ersten Tönen allen Umstehenden die Ohren über – ein wunderschön runder und fülliger Gesamtklang und vor allem: Jede der vielen Grundstimmen (Register) hatte einen ausgesprochen eigenen Charakter, was eine solche Fülle an edlen Klängen bewirkt, wie man sie einem so kleinen Instrument nie zugetraut hätte! Ein ganz besonderes Instrument, eine echte englische Lady! Dazu kam, dass diese Orgel den Kirchenraum, der deutlich größer ist als der unsere, gut ausfüllte, also auch bei uns so außergewöhnlich schön klingen würde. Die Reise nach Wuppertal ergab also: Ja, es gibt eine wunderbare Orgel, wie zugeschnitten auf unsere Bedürfnisse.

Orgel in Wangen (4): Die Slater-Orgel

Weil die marode elektronische Orgel in Wangen durch eine Pfeifenorgel ersetzt werden soll, waren wir also nach Wuppertal gefahren. Wir fanden dort eine alte englische Orgel, die ideal in unsere Kirche und zu unseren Bedürfnissen passen würde. Der Erbauer dieses schönen Instruments hieß übrigens Robert Slater, weshalb wir auch von der „Slater-Orgel“ sprechen. Zurück in Wangen war auch der zuständige Orgelsachverständige Thomas Gindele von der Slater-Orgel begeistert und mahnte an: So günstig kommt ihr nie wieder zu einer guten Orgel! Der Kirchengemeinderat ist diesem Votum gefolgt und hat beschlossen, die Slater-Orgel für Wangen zu erwerben. Nach den Vorgaben unserer Diözese muss eine Orgel durch Spenden finanziert werden. Zum Glück gibt es seit Jahren einen zweckgebundenen Spenden-Grundstock für eine Pfeifenorgel in der Wangener Kirche. Konkret: Von den erforderlichen 100.000 EUR sind inzwischen bereits 20.000 EUR vorhanden! Es fehlen also noch 80.000 EUR, die wir aufbringen müssen. Natürlich werden potentielle Großspender angesprochen, der Erlös einiger Veranstaltungen floss bereits in den Orgel-Fond, Konzerte zur Finanzierung unserer Orgel sind geplant – gleich das erste am 2. April in der evangelischen Kirche. Vor allem aber sind Sie, die Gemeindeglieder, gefragt, die wir ja alle von der neuen Orgel profitieren werden:

Helfen wir alle miteinander, entwickeln wir weitere Ideen zum Spendensammeln, tragen wir kleine und auch größere Beträge zusammen – letztlich ist die Orgel ein wesentlicher Beitrag der Gemeinde zum Lob Gottes!

Katholische Kirchenpflege Rechberghausen
IBAN: DE 55 6105 0000 0000 0585 64
KSK Göppingen
Verwendungszweck: Wangen Orgel

Jörg Steinheil